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Forschung Forschungsprojekte Die künftige Entwicklung von Smart Home & Living

Die künftige Entwicklung von Smart Home & Living

Forschungsprojekt

Quelle: R. Glasberg, Leitfaden zur Heimvernetzung Band 1, BITKOM 2009

Ziel des Forschungsvorhabens von R. Glasberg ist es, mögliche Szenarien für eine zukünftige Smart Home Umgebung zu entwerfen. Unter den Begriffen Smart Home, Connected Home, Intelligentes Wohnen, etc. verbergen sich eine Reihe von Ansätzen für modernes Leben, Wohnen und Arbeiten im privaten Wohnbereich. All diesen Begrifflichkeiten gemein ist die Notwendigkeit, den Bewohnern intelligente Systeme und Technologien zur Verfügung zu stellen, die ihre individuellen Bedürfnisse nach Entertainment und Lifestyle, Gesundheit und Ernährung, Arbeit und Kommunikation sowie Energieeinsparung und Sicherheit in ihrem privaten Wohnbereich befriedigen. Davon ausgehend lassen sich folgende Schritte ableiten:

  1. Die Bedürfnisse der Bewohner/-innen werden durch eine Vielzahl von Sensoren und smarten Geräten erfasst, die eine intuitive Ansteuerung ermöglichen. Dabei unterstützen benutzerfreundliche, einheitlich gestaltete und barrierefreie Oberflächen einen einfachen Zugriff auf die gewünschten Anwendungen.
  2. Die aufgenommenen Daten und Anweisungen werden unter Berücksichtigung des aktuellen Zustandes und der Antizipation potentieller Zustände verarbeitet.
  3. Es folgt eine Aktion auf die aufgenommenen Daten und Anweisungen. Hierzu dient ein ausgereiftes Netzwerk, welches ein simples und sicheres Zusammenspiel der Geräte aus den Bereichen der Unterhaltungselektronik (CE), der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK), Elektrohaushalt (Herd, Kühlschrank, etc.), Energieversorgung und Haustechnik (Solarpanel, Alarmanlagen, Heizungs- und Lichtsteuerung, etc.) über Schnittstellen mit Hilfe von drahtgebundenen bzw. drahtlosen Technologien ermöglicht. Dabei können die technischen Funktionalitäten vollständig in Wohnumgebung und Mobiliar integriert werden.

Das Smart Home soll somit eine Wohnumgebung sein, in dem intelligente Technik den Menschen umfassend unterstützt und – eingebettet in die unterschiedlichsten Geräte – umgibt, in Netzwerke integriert ist und über diverse benutzerfreundliche Schnittstellen angesprochen werden kann. Zwar gibt es schon heute bereits erste Ansätze (z.B. Smart TV), das Aussehen der Endgeräte wird aber künftig optisch ansprechender und deren Bedienung intuitiver. Bedienungsbarrieren könnten entfallen. Die großen Boxen und Geräte verschwinden, d.h. die Geräte werden smarter und viele Funktionen wandern ab ins „Netz“. Somit würde das moderne Haus von „morgen“ wieder dem Haus von „gestern“ ähneln – mit viel weniger im Raum stehender Technik.

Die spannenden, sich beim Smart Home ergebenden technischen Möglichkeiten werfen aber auch Fragen auf. So sind neben den positiven Aspekten, die sich durch ein solches Umfeld zum Beispiel für ältere Menschen ergeben, auch Themen wie Sicherheit und Privatsphäre, Beherrschbarkeit der Technologie durch den Menschen sowie Fragen zur auftretenden Strahlung zu berücksichtigen, um den Smart Home Gedanken zum Erfolg zu verhelfen. Eine Vielzahl von Szenarien unter Berücksichtigung diverser Parameter wie Gerätelandschaft, Anwendungs-verhalten, Lebensumstände uvm. ist zu untersuchen, um die sich ergebenden Fragen zu beantworten. Aspekte zu Design und Ergonomie, Psychologie, Soziologie und weiteren Disziplinen ergänzen die zukünftige Forschung. 

Ihr Ansprechpartner zum Projekt

Prof. Dr.-Ing. Ronald Glasberg

Professor

für Internationales Strategisches Management & Innovationen
Raum H808
Telefon +49 30 374 374-520 E-Mail schreiben